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Sicherheit & Privatsphäre

Anonym Fußbilder verkaufen: Der komplette OPSEC-Guide

Deine Privatsphäre ist nicht verhandelbar. Dieser Guide zeigt dir alle Strategien und Tools, um beim Verkauf von Fußbildern vollständig anonym zu bleiben – von EXIF-Daten über VPN bis zu sicheren Zahlungsmethoden.

ff
fussfotos.com Redaktion
Aktualisiert: Dezember 2024
18 Min. Lesezeit
Redaktionell geprüft
Sicherheit & Privatsphäre

1. Warum Anonymität so wichtig ist

Fußbilder verkaufen ist legal. Aber das heißt nicht, dass du deine Identität rumerzählen sollst. Es gibt richtig gute Gründe, anonym zu bleiben:

Persönliche Gründe

  • • Trennung von Berufs- und Privatleben
  • • Schutz vor Urteilen durch Familie oder Arbeitgeber
  • • Wahrung der allgemeinen Privatsphäre
  • • Kontrolle über den eigenen digitalen Fußabdruck

Sicherheitsgründe

  • • Schutz vor Stalking und Belästigung
  • • Vermeidung unerwünschter Kontaktaufnahme
  • • Schutz vor Erpressung oder Drohungen
  • • Verhinderung von Identitätsdiebstahl

OPSEC (Operational Security) kommt eigentlich aus dem Militär. Klingt krass, aber es bedeutet einfach: Deine echte Identität komplett von deiner Verkäufer-Identität trennen. Systematisch. Konsequent.

Das Zwiebel-Prinzip

Denk an Anonymität wie an eine Zwiebel: Je mehr Schichten, desto schwerer kommt jemand zum Kern (deine echte Identität). Eine Maßnahme allein reicht nicht – aber viele zusammen machen dich praktisch unerkennbar.

2. Eine separate digitale Identität aufbauen

Der wichtigste Schritt: Bau dir eine komplett separate digitale Identität auf. Null Überschneidungen mit deinem echten Leben. Null.

Das perfekte Pseudonym erstellen

Dein Pseudonym ist deine neue Identität. Was es braucht:

  • Einprägsam sein: Käufer sollen sich an dich erinnern
  • Neutral sein: Keine Hinweise auf echte Daten
  • Einzigartig sein: Nicht bereits von anderen verwendet
  • Professionell klingen: Vermittelt Seriosität

Was du NICHT verwenden solltest

  • • Deinen echten Vor- oder Nachnamen (auch nicht als Anspielung)
  • • Dein Geburtsjahr oder -datum (z.B. „Lisa1995")
  • • Deinen Wohnort oder deine Region
  • • Den Namen deines Haustieres oder Hobbys
  • • Einen Namen, den du bereits auf anderen Plattformen nutzt
  • • Gaming-Tags oder Social-Media-Handles

Gute Strategien für Pseudonyme

  • • Nutze Namens-Generatoren und wähle zufällige Kombinationen
  • • Kombiniere neutrale Adjektive mit Substantiven
  • • Verwende Namen aus fremden Kulturen oder Sprachen
  • • Lass dich von Kunst, Natur oder Mythologie inspirieren

Separate E-Mail-Adresse einrichten

Neue E-Mail-Adresse. Nur für dein Business. Die sollte:

  • Deinen Künstlernamen enthalten
  • Bei einem datenschutzfreundlichen Anbieter liegen
  • Niemals für private Zwecke verwendet werden
  • Nicht mit deiner Telefonnummer verknüpft sein

Empfohlene E-Mail-Anbieter

ProtonMail (Schweiz)

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, keine IP-Protokollierung, kostenloser Plan verfügbar. Ideal für maximale Privatsphäre.

Tutanota (Deutschland)

Deutsche Server, starke Verschlüsselung, DSGVO-konform. Gute Alternative zu ProtonMail.

Gmail/Outlook (mit Vorsicht)

Wenn du einen Mainstream-Anbieter bevorzugst, erstelle einen komplett separaten Account ohne Verbindung zu deinen echten Daten. Nutze VPN bei der Registrierung.

Separate Telefonnummer (optional)

Falls du eine Nummer für Verifizierung brauchst:

  • Prepaid-SIM: In vielen Ländern anonym erhältlich (in Deutschland seit 2017 Ausweispflicht)
  • Virtuelle Nummern: Dienste wie Satellite (deutscher Anbieter) bieten virtuelle Nummern
  • Wichtig: Diese Nummer niemals für private Zwecke nutzen

3. EXIF-Daten und Metadaten verstehen

Jedes Foto hat unsichtbare Infos drin – Metadaten oderEXIF-Daten. Die verraten krass viel über dich. Mehr als du denkst.

Was in deinen Fotos gespeichert ist

DatentypWas es verrätRisiko
GPS-KoordinatenExakter Aufnahmeort (bis auf wenige Meter)Sehr hoch
Datum & UhrzeitWann das Bild aufgenommen wurdeMittel
KameramodellWelches Gerät du nutztMittel
SeriennummerEindeutige Geräte-ID (bei manchen Kameras)Hoch
ThumbnailVorschaubild (manchmal unbearbeitet)Mittel
SoftwareWelche App zur Bearbeitung genutzt wurdeNiedrig

Das Thumbnail-Problem

Krasser Move: Viele Programme speichern das Original-Thumbnail, auch wenn du das Bild bearbeitest. Hast du dein Gesicht rausgeschnitten? Könnte trotzdem noch im Thumbnail sein. Deshalb: ALLE Metadaten entfernen, nicht nur GPS.

Wie Metadaten zur Identifizierung genutzt werden können

Was jemand mit deinen Metadaten machen kann:

  • GPS: Kombiniert mit öffentlichen Daten → Wohnadresse finden
  • Zeitstempel: Korrelation mit anderen Online-Aktivitäten
  • Geräte-ID: Verknüpfung mit anderen Bildern desselben Geräts
  • Bearbeitungssoftware: Rückschlüsse auf deine Ausstattung

4. Metadaten sicher entfernen

So entfernst du Metadaten. Je nach Betriebssystem:

Windows

Methode 1: Datei-Explorer (einfach)

  1. Rechtsklick auf das Bild → „Eigenschaften"
  2. Tab „Details" öffnen
  3. Unten auf „Eigenschaften und persönliche Informationen entfernen" klicken
  4. Option „Kopie erstellen, in der alle möglichen Eigenschaften entfernt wurden" wählen
  5. OK klicken und die neue Datei verwenden

macOS

Methode 1: Vorschau-App (einfach)

  1. Bild mit „Vorschau" öffnen
  2. Menü: Werkzeuge → „Informationen einblenden" (⌘I)
  3. Auf „GPS" klicken und „Standortinfo entfernen" wählen
  4. Bild speichern

Hinweis: Die Vorschau-App entfernt nur GPS, nicht alle Metadaten. Für vollständige Entfernung verwende das Terminal oder spezialisierte Apps.

Methode 2: Terminal mit ExifTool (gründlich)

  1. ExifTool installieren: brew install exiftool
  2. Terminal öffnen und zum Bildordner navigieren
  3. Befehl ausführen: exiftool -all= bildname.jpg
  4. Für alle Bilder im Ordner: exiftool -all= *.jpg

Smartphone (iOS & Android)

Präventiv: GPS beim Fotografieren deaktivieren

  • iPhone: Einstellungen → Datenschutz → Ortungsdienste → Kamera → „Nie"
  • Android: Kamera-App → Einstellungen → „Standort-Tags" deaktivieren

Apps zur Metadaten-Entfernung

  • Photo Exif Editor (iOS/Android): Einfache Bedienung, zeigt alle Daten an
  • Scrambled Exif (Android): Schnelle Batch-Verarbeitung
  • Metapho (iOS): Benutzerfreundlich mit Vorschau

Online-Tools

Für zwischendurch gibt's auch Online-Dienste:

  • exifremove.com – Einfach, kostenlos, keine Registrierung
  • imgonline.com.ua – Viele Optionen, etwas komplexer
  • verexif.com – Zeigt Daten an und entfernt sie

Warnung bei Online-Tools

Bei Online-Tools lädst du deine Bilder auf fremde Server hoch. Für sensible Inhalte empfehlen wir lokale Lösungen (ExifTool, Desktop-Apps), da du nicht weißt, was mit deinen Bildern geschieht.

5. Visuelle Identifikatoren vermeiden

Metadaten sind nur die halbe Miete. Was auf dem Bild zu sehen ist, kann dich genauso verraten. Hier die Checkliste:

Körperliche Merkmale

Hohes Risiko

  • • Gesicht (auch teilweise, auch im Spiegel)
  • • Einzigartige oder große Tattoos
  • • Auffällige Muttermale oder Narben
  • • Piercings an ungewöhnlichen Stellen
  • • Sehr charakteristische Körpermerkmale

Mittleres Risiko

  • • Einzigartiger Schmuck
  • • Charakteristischer Nagellack
  • • Bestimmte Kleidungsstücke
  • • Haarfarbe und -schnitt (wenn sichtbar)

Hintergrund und Umgebung

Der Hintergrund verrät oft mehr als du denkst:

  • Wohnung: Charakteristische Möbel, Dekoration, Bodenbeläge
  • Fenster: Ausblick kann Wohnort verraten
  • Spiegel: Reflektionen können Räume oder Personen zeigen
  • Post/Pakete: Adresse auf Briefumschlägen oder Paketen
  • Persönliche Gegenstände: Fotos, Bücher mit Namen, Kalender

Der Spiegel-Check

Vor jedem Foto: Check den Hintergrund auf alles, was spiegelt. Spiegel, Bildschirme, Glasflächen, glänzende Möbel. All das kann Sachen zeigen, die du eigentlich verstecken wolltest.

Praktische Lösungen

So vermeidest du Identifikatoren

  • Fester Foto-Bereich: Richte eine „saubere" Ecke ein – neutraler Hintergrund, keine persönlichen Gegenstände
  • Stoffhintergründe: Ein einfacher Stoff kann jeden Hintergrund neutral machen
  • Tattoo-Cover: Spezielle Abdeckprodukte (Dermablend, KVD) für temporäres Verdecken
  • Bildausschnitt: Eng zuschneiden, sodass nur die Füße zu sehen sind
  • Konsistenz: Immer den gleichen Stil/Hintergrund verwenden, um „Ausreißer" zu vermeiden

6. Netzwerksicherheit: VPN, Tor & mehr

Deine IP-Adresse ist wie eine digitale Postleitzahl. Verrät deinen ungefähren Standort. Hier die wichtigsten Tools zum Schutz:

VPN (Virtual Private Network)

Ein VPN verschlüsselt deinen Traffic und gibt dir eine andere IP-Adresse. Simple Sache.

VorteileNachteile
IP-Adresse wird verschleiertKostet monatlich (3-10 EUR)
Verschlüsselte VerbindungVerlangsamt Verbindung leicht
Einfache EinrichtungVertrauen in Anbieter nötig
Auf allen Geräten nutzbarManche Seiten blockieren VPNs

Empfohlene VPN-Anbieter

  • Mullvad (Schweden) – Keine Logs, anonyme Zahlung möglich, 5 EUR/Monat
  • ProtonVPN (Schweiz) – Vom ProtonMail-Team, kostenloser Plan verfügbar
  • NordVPN/ExpressVPN – Mainstream-Optionen, gut für Einsteiger

Tor Browser (für Fortgeschrittene)

Tor leitet deinen Traffic durch mehrere verschlüsselte Server. Mehr Anonymität als VPN. Aber:

  • Deutlich langsamere Verbindung
  • Nicht für Uploads großer Dateien geeignet
  • Manche Websites blockieren Tor
  • Für die meisten Verkäufer überdimensioniert

Die richtige Wahl für dich

Für die meisten reicht ein gutes VPN völlig. Tor ist nur sinnvoll, wenn du wirklich in einem Hochrisiko-Umfeld bist. VPN ist der beste Kompromiss aus Sicherheit und Bequemlichkeit.

DNS-Leaks verhindern

Selbst mit VPN können DNS-Anfragen deine echte IP verraten. So schützt du dich:

  • VPN mit integriertem DNS-Schutz nutzen (alle empfohlenen Anbieter haben das)
  • DNS-Leak-Test durchführen: dnsleaktest.com
  • Bei Bedarf manuell DNS-Server ändern (z.B. auf Cloudflare 1.1.1.1)

7. Sichere Kommunikation

Kommunikation mit Käufern ist kritisch. Jeder Kanal außerhalb der Plattform ist ein Risiko. Punkt.

Die goldene Regel

Kommuniziere ausschließlich über die Plattform.

Jeder Wechsel auf andere Kanäle ist ein Sicherheitsrisiko.

Warum plattforminterne Kommunikation?

  • Keine Telefonnummer nötig: WhatsApp, Telegram etc. erfordern Nummern
  • Moderation: Belästigung kann gemeldet werden
  • Dokumentation: Bei Streitigkeiten gibt es Nachweise
  • Keine Metadaten: Die Plattform kennt nicht deine echte IP

Wenn doch externe Kommunikation nötig ist

In seltenen Fällen (Custom-Aufträge) brauchst du externe Kommunikation. Dann:

  • E-Mail: Nur deine separate Verkäufer-E-Mail (ProtonMail)
  • Messenger: Telegram mit separater Nummer und ohne Profilbild
  • Niemals: WhatsApp (zeigt Nummer), persönliche E-Mail, Social Media

Red Flags in der Kommunikation

  • • „Lass uns auf WhatsApp wechseln, ist einfacher"
  • • „Kannst du mir deine richtige E-Mail geben?"
  • • „Wo wohnst du eigentlich?"
  • • „Hast du Instagram/Facebook?"
  • • „Können wir uns persönlich treffen?"
  • • Wiederholte Fragen nach persönlichen Details

8. Anonyme Zahlungsmethoden

Die Zahlung ist der kritischste Moment. Hier werden echte Daten ausgetauscht – oder eben nicht, wenn du es richtig machst.

Zahlungsmethoden im Vergleich

MethodeAnonymitätVerbreitungBewertung
BanküberweisungKeine (zeigt Name, IBAN)Sehr hochNicht empfohlen
PayPal PrivatNiedrig (zeigt Namen)Sehr hochNicht empfohlen
PayPal GeschäftMittel (nur Firmenname)HochMöglich
KryptowährungenHoch bis sehr hochNiedrigSehr gut
Prepaid-KartenHochNiedrigGut
Plattform-ZahlungSehr hoch (gegenüber Käufer)HochEmpfohlen

PayPal Geschäftskonto einrichten

PayPal Geschäftskonto zeigt nur den Firmennamen, nicht deinen echten Namen. So geht's:

  1. PayPal-Konto erstellen oder bestehendes upgraden
  2. Geschäftstyp: „Einzelunternehmen"
  3. Geschäftsname: Dein Pseudonym + „Content" o.ä.
  4. Branche: z.B. „Digitale Waren" oder „Kreative Dienstleistungen"

Wichtig: PayPal verlangt für Geschäftskonten eine Identitätsprüfung. Deine echten Daten liegen bei PayPal, aber der Käufer sieht nur den Geschäftsnamen.

Kryptowährungen

Für maximale Anonymität:

  • Bitcoin: Weitverbreitet, aber pseudonym (nicht vollständig anonym)
  • Monero (XMR): Speziell für Anonymität entwickelt, nicht zurückverfolgbar
  • Ethereum: Ähnlich wie Bitcoin, gute Infrastruktur

Nachteile: Die meisten Käufer haben keine Krypto-Wallet. Nur sinnvoll, wenn dein Kundenstamm technikaffin ist.

Plattform-Zahlungen nutzen

Hat die Plattform integrierte Zahlung? Nutze sie! Käufer zahlt an Plattform, Plattform zahlt an dich. Der Käufer kennt weder deinen Namen noch deine Bankdaten. Perfekt.

9. Social Engineering erkennen

Social Engineering bedeutet: Leute durch psychologische Tricks dazu bringen, Infos rauszugeben. Oft effektiver als technische Angriffe.

Typische Social-Engineering-Taktiken

1. Der „vertrauenswürdige Käufer"

Jemand baut über Wochen Vertrauen auf, kauft regelmäßig, ist immer freundlich – und fragt dann „nebenbei" nach persönlichen Details. „Wir kennen uns doch jetzt schon so lange..."

2. Der „dringende Notfall"

„Ich brauche das Bild JETZT, aber PayPal funktioniert nicht. Kannst du mir schnell deine IBAN geben?" Druck erzeugen, damit du ohne nachzudenken handelst.

3. Der „Wohltäter"

„Ich möchte dir ein Geschenk schicken! Kannst du mir deine Adresse geben?" Oder: „Ich schicke dir eine bessere Kamera." Klingt nett, sammelt aber Daten.

4. Die „harmlose Frage"

Einzelne harmlos klingende Fragen: „Aus welcher Stadt kommst du?", „Hast du einen Hauptjob?", „Wie alt bist du?" – zusammen ergeben sie ein Profil.

So schützt du dich

  • Standardantworten: Entwickle höfliche, aber bestimmte Antworten für persönliche Fragen
  • Keine Ausnahmen: Auch „nette" Stammkunden bekommen keine Sonderbehandlung
  • Zeitdruck ignorieren: Echte Käufer verstehen, wenn du nicht sofort reagierst
  • Muster erkennen: Wenn jemand wiederholt nach Persönlichem fragt, Kontakt abbrechen
  • Dokumentieren: Bei verdächtigem Verhalten Screenshots machen

Beispiel-Antworten auf persönliche Fragen

  • Frage: „Wo wohnst du?"
    Antwort: „Ich halte mein Privatleben gerne privat. Aber ich bin aus Deutschland."
  • Frage: „Was machst du beruflich?"
    Antwort: „Das ist mein Content-Business. Was kann ich für dich tun?"
  • Frage: „Können wir auf WhatsApp wechseln?"
    Antwort: „Ich kommuniziere nur über die Plattform. So sind wir beide sicher."

10. OPSEC-Checkliste

Nutze diese Checkliste als Referenz. Geh sie regelmäßig durch, vor allem vor jedem Upload.

Vor dem Start

  • Einzigartiges Pseudonym erstellt
  • Separate E-Mail-Adresse eingerichtet
  • GPS in Kamera-App deaktiviert
  • Tool zur Metadaten-Entfernung installiert
  • VPN eingerichtet (optional, empfohlen)
  • Anonyme Zahlungsmethode vorbereitet

Vor jedem Upload

  • Metadaten/EXIF-Daten aus Bildern entfernt
  • Gesicht nicht sichtbar (auch nicht in Spiegeln)
  • Keine erkennbaren Tattoos/Muttermale
  • Hintergrund neutral und unpersönlich
  • Keine reflektierenden Oberflächen im Bild
  • Keine persönlichen Gegenstände sichtbar

Im Alltag

  • Nur über Plattform kommunizieren
  • Keine persönlichen Informationen preisgeben
  • Red Flags bei Anfragen erkennen
  • Verdächtige Kontakte blockieren/melden
  • Pseudonym konsistent verwenden

11. Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

Selbst mit dem besten Plan passieren Fehler. Hier die häufigsten:

Fehler 1: Cross-Posting mit gleichem Profil

Das gleiche Bild auf mehreren Plattformen mit unterschiedlichen Namen posten – eine Google-Bildersuche kann alle Accounts verknüpfen.

Lösung: Wenn du Cross-Posting machst, nutze leicht unterschiedliche Bildausschnitte oder -bearbeitungen.

Fehler 2: Zeitstempel-Korrelation

Immer zur gleichen Zeit posten (z.B. abends nach der Arbeit) kann Rückschlüsse auf deinen Tagesablauf erlauben.

Lösung: Uploads zeitlich variieren oder vorplanen.

Fehler 3: Versehentlicher Screenshot

Ein Screenshot mit Browser-Tabs, Lesezeichen oder Benachrichtigungen kann viel über dich verraten.

Lösung: Vor Screenshots alle anderen Tabs/Apps schließen oder Ausschnitt sorgfältig wählen.

Fehler 4: Vertrauen nach langer Zeit

Nach Monaten oder Jahren der Kommunikation wird man entspannt und teilt versehentlich Details.

Lösung: Die Regeln gelten immer – unabhängig davon, wie lange du jemanden „kennst".

Fehler 5: Gleicher Stil wie auf Social Media

Charakteristische Schreibweise, Emojis oder Phrasen, die du auch auf deinen privaten Accounts nutzt.

Lösung: Bewusst einen anderen Kommunikationsstil pflegen.

12. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann man Fußbilder wirklich komplett anonym verkaufen?

Ja, mit den richtigen Vorkehrungen ist vollständige Anonymität möglich. Dazu gehören ein konsistentes Pseudonym, separate Kommunikationskanäle, EXIF-Daten-Entfernung, VPN-Nutzung und anonyme Zahlungsmethoden. Der Schlüssel liegt in der konsequenten Trennung deiner Verkäufer-Identität von deinem privaten Leben.

Welche Metadaten enthalten meine Fotos?

Digitale Fotos können umfangreiche EXIF-Daten enthalten: GPS-Koordinaten (Aufnahmeort), Datum und Uhrzeit, Kameramodell und -einstellungen, teilweise sogar Seriennummern. Bei Smartphones werden oft auch Beschleunigungssensor-Daten und das Gerätemodell gespeichert. All diese Daten solltest du vor dem Upload entfernen.

Ist ein VPN beim Verkauf von Fußbildern notwendig?

Ein VPN ist empfehlenswert, aber nicht zwingend notwendig. Es schützt deine IP-Adresse vor anderen Nutzern und erhöht deine allgemeine Online-Sicherheit. Für die meisten Verkäufer reicht jedoch die Kombination aus Pseudonym, separater E-Mail und plattforminterner Kommunikation.

Wie erstelle ich ein gutes Pseudonym?

Ein gutes Pseudonym sollte einprägsam, aber neutral sein. Vermeide jede Verbindung zu deinem echten Namen, Wohnort, Geburtsdatum oder Hobbys. Nutze Namens-Generatoren oder kombiniere neutrale Wörter. Wichtig: Verwende das Pseudonym konsistent überall und erstelle keine Variationen, die Rückschlüsse erlauben.

Welche Zahlungsmethode ist am anonymsten?

Kryptowährungen wie Bitcoin oder Monero bieten die höchste Anonymität, sind aber nicht massentauglich. Praktischer sind: PayPal-Geschäftskonto (zeigt nur Firmennamen), Prepaid-Karten, oder Zahlungen über die Plattform. Banküberweisung auf ein Privatkonto ist am wenigsten anonym.

Was passiert, wenn jemand meine echte Identität herausfindet?

Bei Drohungen oder Erpressung: Sofort die Kommunikation abbrechen, Beweise sichern (Screenshots) und bei schwerwiegenden Fällen Polizei einschalten. Die meisten Plattformen haben Meldesysteme. Präventiv solltest du deine Identität konsequent schützen und niemals unter Druck persönliche Daten preisgeben.

Sind Tattoos und Muttermale ein Identifikationsrisiko?

Ja, besonders seltene oder große Tattoos können zur Identifizierung führen. Auch auffällige Muttermale, Narben oder Piercings sind potenzielle Erkennungsmerkmale. Optionen: Bereiche im Bild abdecken, Bildausschnitt entsprechend wählen, oder bei Bedarf mit Apps retuschieren (aber natürlich wirken lassen).

Kann mein Arbeitgeber herausfinden, dass ich Fußbilder verkaufe?

Bei konsequenter Anonymität ist das extrem unwahrscheinlich. Risiken entstehen nur durch: Nutzung von Firmen-IT, Gespräche mit Kollegen, auffällige Verhaltensänderungen, oder wenn Käufer dich zufällig kennen. Mit einem separaten Pseudonym und strikter Trennung von Privat- und Verkäuferleben minimierst du dieses Risiko praktisch vollständig.

Was fussfotos.com für deine Anonymität tut

Unsere Plattform ist von Anfang an auf maximale Privatsphäre ausgelegt:

  • Nur Pseudonyme öffentlich: Dein echter Name bleibt verborgen
  • Interne Kommunikation: Nachrichten laufen über unser System
  • Keine E-Mail/Telefon-Anzeige: Käufer sehen keine Kontaktdaten
  • Nicht an Zahlungen beteiligt: Wir kennen deine Bankdaten nicht
  • Automatische Metadaten-Entfernung: Wir entfernen EXIF-Daten beim Upload
  • Altersverifizierung: Schützt vor minderjährigen Nutzern

Fazit: Anonymität ist machbar

Mit den richtigen Vorkehrungen kannst du Fußbilder verkaufen und vollständig anonym bleiben. Der Schlüssel: Konsistenz. Wende die Regeln immer an. Nicht nur manchmal.

Perfekte Anonymität braucht Disziplin, ist aber absolut machbar. Jede Maßnahme macht eine Identifizierung schwieriger. Zusammen bilden sie einen nahezu undurchdringlichen Schutzschild.

Der wichtigste Grundsatz: Trenne dein Verkäufer-Ich strikt von deiner echten Identität. Zwei verschiedene Personen, die niemals aufeinandertreffen.

AM
Anna M.·Autorin

Content Creator seit 2016. Schreibt über das, was sie selbst erlebt hat – von Plattform-Wechseln über Preisexperimente bis zu den typischen Anfängerfehlern. Keine Theorie, sondern Praxis.

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